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Hugo Race

nick-cave.net soll eine neue Rubrik für Biographien der Bad Seeds bekommen. Die Leitung dieses Projekts übernimmt mela. Beteiligen können sich wie immer alle.

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Beitragvon sainthuck » Donnerstag 28. Februar 2008, 12:24

geil, dirtmusic touren!

dirtmusic myspace hat geschrieben:Apr 24 2008 8:00P
El Lokal Zurich
Apr 25 2008 8:00P
Kino Ebensee
Apr 27 2008 8:00P
Handelsbeurs Ghent
Apr 29 2008 8:00P
Binnenach @ Theater aan het Spui Den Hague
Apr 30 2008 8:00P
Divan Du Monde Paris
May 1 2008 8:00P
Roepaen CC Ottersum
May 2 2008 8:00P
Cafe Glocksee Hannover
May 3 2008 8:00P
Rätschenmühle Geislingen
May 6 2008 8:00P
Scheune Dresden
May 7 2008 8:00P
Cafe Zapata Berlin
May 8 2008 8:00P
Knust Hamburg
May 9 2008 8:00P
Loppen Copenhagen
May 10 2008 8:00P
Garage Oslo


/edit:
Limited Edition of Dirtmusic Live in Mali ("In The Desert") available from the band's upcoming European shows
Zuletzt geändert von sainthuck am Samstag 22. März 2008, 16:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon sainthuck » Freitag 29. Februar 2008, 20:39

das neue hugo race album kann man sich als doppel-lp in einer auf 500 stück limitierten version bei bang records bestellen: http://www.bang-records.net/site/fichadisco.php?id=72
amazon führt das album als cd ebenfalls, allerdings erst ab april und dann von glitterhouse.

glitterhouse führen dafür mittlerweile schon die Live In Warsaw/ GhostingThe Cities/Collected Videos 2001-2006 DVD. das konzert ist von der Taoist Priest tour, aufgenommen vom polnischen öffentlich rechtlichen fernsehen, hab da nen tv-mitschnitt von, es lohnt sich!

auf youtube gibts schon ein video zu einem weiteren song des 53rd state albums, verdammt geiler song:

Hugo Race & The True Spirit - Before The Flood:
http://youtube.com/watch?v=PXie1rt67V0
(scheint auch recht frisch drin zu sein. erst 224 views :))
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Beitragvon sainthuck » Freitag 25. April 2008, 20:44

Zur Tour CD von Dirtmusic (s.o.) gibt es eine freie Zusatz-CD (von der Band autoristiert), die auch demnächst (kostenfrei zum download) auf archive.org zu finden sein wird. (auf archive.org lohnt es sich übrigens immer mal, vorbeizuschauen)

Peter HtH hat geschrieben:in january 2008 i was with dirtmusic in africa at the festival au desert. there we recorded some songs which ended up on the "official" bootleg cd __DIRTMUSIC IN THE DESERT__ Some songs couldn't find their way to the cd, most of them because of unclear copy right(sic)situations.
So this is the "inofficial" bootleg extension to the "official" bootleg cd.
No money interests involved-- just for friends and the love of music
PETER HtH


Desweiteren ist mittlerweile das 53d State Album draussen. Ich finds absolut geil, die Scheiben rotieren hier rauf und runter. Hier zwei Texte dazu:

Thomas Kölsch / 22.04.2008 hat geschrieben:
CD-Kritik: Australischer Voodoo.

Es heißt, Hugo Race sei das bestgehütetste Geheimnis von Down Under. Der ehemalige Mitstreiter von Nick Cave ist außerhalb seiner Heimat nur einigen wenigen Insidern bekannt. Eigentlich unverständlich, denn mit seiner atmosphärisch dichten und düsteren Musik kann er ohne weiteres mit berühmten Kollegen wie dem eben genannten Nick Cave und Leonard Cohen mithalten. Zusammen mit dem in Berlin ansässigen Musiker-Kollektiv True Spirit präsentiert Hugo Race nun sein neues Album 53rd State - ein äußerst komplexes Storyteller-Projekt, das den Hörer mit einer fast magischen Intensität in seinen Bann zieht.

Einem bestimmten Genre lässt sich 53rd State nicht wirklich zuordnen. Experimentelle und Psychedelische Elemente tummeln sich neben verschiedenen Rock-Stilen, Blues und Elektro-Pop. Der Opener „We create tomorrow“ beginnt sogar mit einem sphärisch verklärten Chorgesang, bevor sich das Stück als typischer Desert-Rock im Stile Calexicos herausstellt, mit treibend-rührender Snare sowie Horn- und Streicher-Partien. Ähnlich, wenn auch deutlich experimenteller, wirkt das finale „I wonder“, das von der Struktur her das Intro von Metallicas „One“ mit getragenen Hornklängen und klassischer Blues-Gitarre verknüpft. Hier geht es weniger um texanischen Desert- als vielmehr um floridianischen Swamp-Rock.

Diese beiden Stücke bilden aber nur den Rahmen des Albums. Dazwischen spannt sich eine Sammlung von düsteren Balladen, aber auch von Up-Beat-Stücken („Girl called Sunset“) und lebhaften, stark alternativen Songs („When midnight comes“). Dabei setzt Hugo Race gezielt Geräusch-Partien ein, um, wie etwa bei „Before the flood“, eine Atmosphäre von Einsamkeit und Melancholie zu erschaffen, die er dann mit seiner eindrucksvollen Stimme ausweitet. Tempo spielt für ihn da nur eine marginale Rolle. Jedem Lied gibt er die Zeit, sich voll zu entfalten. So auch „Sand“, der einzigen Cover-Version auf 53rd State. Das locker-flockige Original von Lee Hazlewood und Nancy Sinatra transformiert Race in ein düsteres Duett, in dem seine Frau Violetta Delconte Race sich mit ihrem angenehmen Sopran von dem Sprechgesang ihres Mannes absetzt, der stellenweise ebenso rau und kraftvoll wie Tom Waits wirkt.

Im Laufe des Albums werden die Songs zunehmend experimenteller. Besonders das titelgebende „53rd State“ mit all den elektronischen Versatzstücken erschafft eine ungewohnte Klang- und Geräuschwelt. Aber auch „Sodium Rum“ baut auf solchen Industrial-Minimalpartikeln auf, legt darüber aber eine Alternative-Ballade. Nicht uninteressant, aber auch nicht unproblematisch. Denn solche Tracks führen natürlich zwangsläufig dazu, dass es eine Weile dauert, bis man sich in das Album hineingehört hat. Ein direktes Aha-Erlebnis ist zumindest dort nicht ohne weiteres möglich. Mindestens fünfmal sollte man die gesamte Platte schon durch den CD-Player jagen, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Doch bei jeder weitern Umdrehung des kleinen Silberlings wächst das Staunen über Hugo Race und True Spirit.

Wer auf etwas ausgefallenere Musik steht, ist mit 53rd State ohne Zweifel auf der sichereren Seite. Allen anderen sei aber ebenfalls ans Herz gelegt, die Platte wenigstens einmal über Myspace oder direkt beim Händler anzutesten. Vielleicht überrascht sie ja. Oder bezaubert. Oder hypnotisiert. Denn in dem Klang-Kaleidoskop von Hugo Race ist viel Macht verborgen. So ein bisschen Voodoo vielleicht.

QUELLE: http://www.campus-web.de/700/947/6516/


Wahn & Sinn Versand hat geschrieben:Streng auf 500 Stück limitiertes 180g-Vinyl im Gatefoldsleeve mit Bonusmaterial, das nicht auf der CD Version via *Glitterhouse (VÖ: 18.4.) enthalten ist. Henry Rollins sagte irgendwann mal Hugo Race sei eines der bestgehütetsten Geheimnisse Australiens und so richtig bekannt ist der Nick Cave-Mistreiter tatsächlich bis heute unverständlicherweise nicht geworden. Mit seiner tiefen Stimme und seinem erzählerischen Stil erreicht er die selbe Klasse wie Mark Lanegan. Er ist hier auf einer seltsamen, in den Bann ziehenden Reise durch die bluesigen Sümpfe von Down Under unterwegs mit spacig-dubbigen, von Gitarren und Drums und sehr schön eingestzten analogen Effekthaschereien. "53rd State" transportiert eine dunkle, fast voodooartige Athmosphäre mit viel Tiefe und Seele, ein Klassetrip, der nahtlos an seine beiden 90er-Releases "Valley Of Light" und "Chemical Wedding" anschliesst. Inklusive einer wunderbar düsteren, gänsehauterzeugenden Coverversion von Lee Hazelwood´s und Nancy Sinatra´s "Sand" zusammen mit seiner Frau Violetta Delconte Race. Ein musikalischer Glückstreffer!!!


QUELLE: http://members.aon.at/wahnundsinn/news/newsu.htm
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Beitragvon sainthuck » Samstag 10. Mai 2008, 15:38

ich war am donnerstag bei dirtmusic in hamburg im knust. vor dem knust ist eine relativ grosse holzfläche, so eine art holzpromenade: ich bin mir über deren sinn und zweck nicht ganz im klaren, jedenfalls sassen so ziemlich 50 bis 70 biertrinkende und rauchende leute in diesem schlachthof-hof (tolles wort) herum. einlass war um 21:00 zu einem stolzen preis von 17eur, der einen kollegen, der zuerst mitkommen wollte, doch noch zur nichtteilnahme bewegte: kann ich auch verstehen, 17eur für eine noch nicht ganz so bekannte (aber dennoch aufgrund der weiteren projekte der bandmitglieder renommierte) band ist relativ happig.

hugo, und die beiden chris streunten ebenfalls draussen herum und rauchten noch ein paar kippen, bevor sich so gegen viertel vor zehn alle zum konzert hineinbegaben. alle? naja, also inklusive band und knust-personal nur genau 29 leute. die band begab sich auf die bühne und versuchte das etwas zurückhaltende publikum ein wenig aufzulockern:

"we think we are dirtmusic, but we're not totally sure. we saw two different pieces of press for this show. both of them had different pictures of us... neither of them were us. there's one picture in the paper, that's like a 19th century era type of... aliens or dead clowns and then there's another picture in this magazine that's like... vampire weekend or something, it's like four 20-year-old guys. by the end of the show you can vote if we look like two dead guys or five very young guys."

leider löste sich die stimmung im publikum nicht so richtig, mir kam es so vor, als wären viele alleine gekommen, entsprechend verteilte man sich auch grossflächig im knust, so dass ich zu beginn noch leute neben mir sah, nach ca einer halben stunde aber schon nichtmehr.

zwischen den songs herrschte immer eine unangenehme stille, bei der man jedes räuspern im knust hören konnte. trotzdem gaben dirtmusic ihr bestes und haben ihr komplettes album und eine menge neuer songs gespielt und kamen letztendlich auf solide 1,5h spielzeit. dirtmusic sind definitiv eine der bands, die live noch geiler sind als von cd.

meine favoriten des abends waren "sun city casino", "still running", "no sorrow more" und eine unheimlich getragene version von "morning dew". dirtmusic haben in der zugabe noch zwei songs gespielt und verabschiedeten sich dann. chris brokaw hat danach noch cds an der bühne verkauft; dort habe ich mir die "in the desert" scheibe geholt. chris fand es auch ein wenig schade, dass das publikum nicht gerade vor enthusiasmus schäumte, fands aber dennoch gut, dass an einem solchen donnerstag bei guutem wetter überhaupt jemand gekommen ist.

hier noch ein song vom konzert zum reinhören (wie immer werd ich das irgendwann mal von meinem webspace löschen. falls der link tot ist und ihr das hören möchtet, schreibt mir einfach eine pm)

http://www.sainthuck.de/stuff/16_-_Dirt ... w_More.mp3
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Beitragvon Blue bird » Samstag 17. Mai 2008, 13:31

...ich kenn ja sonst gar nix von ihm...der Song gefällt mir schon mal gut...is'n Anfang...jo
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Beitragvon sainthuck » Freitag 13. Juni 2008, 12:35

Bild

erinnert schon irgendwie an nick
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Beitragvon sainthuck » Montag 15. September 2008, 10:56

Hier gibt es ein sehr schönes und ausführliches Interview mit Hugo Race, recht allgemein gefasst. Natürlich wird Nick Cave auch ein paar mal erwähnt.

http://www.ox-fanzine.de/interviews/rid ... _s.26.html

Wie es aussieht, wird es bald einen Film von Hugo Race geben, ich bin gespannt :)
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Beitragvon sainthuck » Montag 22. September 2008, 08:00

Noch ein sehr interessantes Interview (auf deutsch!) mit Hugo Race, geht hauptsächlich um das neue Album, sehr lesenswert:

http://www.satt.org/musik/08_09_race.html
"Hugo Race über das aktuelle, außerordentliche True-Spirit-Album »53rd State«, Songs mit doppeltem Boden und die unmögliche Flucht aus der Gegenwart"
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Beitragvon sainthuck » Mittwoch 11. Februar 2009, 01:11

Am 19. Februar (Donnerstag) spielen Hugo Race & The True Spirit in Berlin im Trödeler. Eventuell fahr ich sogar hin!

Mehr Infos hier: http://blog.helixed.net/2009/02/hugo-ra ... -2009.html
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Beitragvon Cavie » Mittwoch 11. Februar 2009, 12:42

ehrlich saint huck, ich weiß gar nicht was ich vorher gegen hugo hatte - ich bin mittlerweile sehr (!!) begeistert und werd mich definitiv ausführlicher mit ihm befassen, weil ich noch nicht allzu viel gehört habe.
danke, dass du mich nochmal drauf hingewiesen hast wie großartig die musik ist :)
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Beitragvon sainthuck » Montag 16. Februar 2009, 23:55

Cavie hat geschrieben:danke, dass du mich nochmal drauf hingewiesen hast wie großartig die musik ist :)


yeah, ein weiterer fan in der gemeinde. ich fahr jetzt am donnerstag übrigens tatsächlich nach berlin, um hr+tts zu sehen. übertrieben? - vielleicht, ist es mir aber wert :)
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Beitragvon Cavie » Dienstag 17. Februar 2009, 13:32

ich wünsche dir viel spaß! berichte dann mal wie es war.
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Beitragvon sainthuck » Freitag 20. Februar 2009, 19:38

Mit einem ganz guten Vornachtsrestpegel bin ich am Donnerstag um 14.00uhr mit ner sehr netten Mitfahrgelegenheit für 18eur von Kiel nach Berlin gefahren und wurde am Alexanderplatz rausgelassen. Dummerweise hatte ich die Telefonnummer der Person, bei der ich übernachten wollte, garnichtmehr, ich kannte den auch nur über die Seite last.fm, konnte mich aber noch an seinen Namen und die Adresse erinnern. Zum Glück sind die öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin total geil, bin innerhalb kürzester Zeit bei ihm angekommen (er hatte an der Türklingel ein Post-It: "Moin Sainthuck, bitte bei [sein Name] klingeln", da er auch nicht wusste, ob ich überhaupt seinen Namen kannte) , wir haben noch lecker was gekocht und sind dann auf nach Kreuzberg zum "Trödler".

Der (das?) Trödler ist eine urige ziemlich kleine Kneipe mit alten Möbeln, sehr gemütlich und rustikal, inesgesamt sehr schmal, vielleicht 4 Meter, dafür aber umso länger. Den Einlass für 5EUR fand ich sehr fair, insbesondere wenn ich da an die 22EUR für Dirtmusic in Hamburg denke. Als wir ankamen, hatten HR+TTS, die im hinteren Teil des Trödlers spielten, gerade ihren ersten Song angefangen. Die Besetzung war eher spärlich mit Hugo an der Gitarre, Chris Hughes am (ebenfalls minimalen) Schlagzeug und dem Bassisten, dessen Name mir gerade entfallen ist. Trotz dieser knappen Besetzung haben HR+TTS mich total angeschockt, sie haben sehr viel vom neuen Album 53rd State gespielt, was ich ziemlich beeindruckend finde, da das neue Album doch ein wenig reicher arrangiert ist. Man hat mal wieder gesehen, was für endgeile Musiker das sind, was Feeling und Groove angeht. Ich werde jetzt vielleicht als Ketzer verschrien, aber Hugos Gesang gefällt mir mittlerweile *mindestens* so gut wie Nicks, auch wenn mans nicht wirklich vergleichen kann, aber sein superlässiger Spoken-Word-Gesang wirkt so unaufgesetzt, souverän und authentisch, dass man es einfach nur mögen kann, keine Schnörkel, immer ein wenig Understatement, ohne dabei auch nur irgendwas einzubüssen, ganz grossartig. Das Publikum sass teilweise im halbabgetrennten Konzertraum oder stand zur Musik nickend/wippend/tanzend eng an eng direkt vor der Band, und obwohl nicht allzuviel Bewegung im Raum war, konnte man die Luft schneiden, der Trödler war einfach kochend heiss, verraucht (kein Rauchverbot, da Konzerte dort alsPrivatveranstaltung ausgelegt werden), und sehr sauerstoffarm, einfach perfekt für HR+TTS. Gespielt wurden inklusive Zugabe ein bisschen mehr als anderthalb Stunden. Mein Favorit des Abends war der Song 53rd State vom gleichnamigen Album, fing sehr soft und minimal an und uferte am Ende krachig, laut und ein wenig psychedelisch aus, was mir immer sehr gefällt. Sehr geiles Konzert.

Danach bin ich mit meinem Kollegen noch in einer seiner Lieblingskneipen in Kreuzberg eingekehrt, genau gegenüber vom (angeblich bekannten, ich kannte es nicht) SO36. Um 3 Uhr war für mich dann aber auch Schluss, hab ein bisschen den Abknicker gemacht, da ich noch vom Vorabend leicht lädiert war. Heute morgen um 11 hab ich mich dann verabschiedet und bin gegen 12 mit einer weiteren Mitfahrgelegenheit, ebenfalls für 18EUR wieder nach Kiel gefahren. Bin immernoch sehr dankbar, dass mich "irgendein Typ aus dem Internet" bei sich für einen Abend aufgenommen hat, er kannte die Band ja auch garnicht, war aber ebenfalls sehr angetan.

Was mich ebenfalls freut: HR+TTS spielen im Oktober nochmal in Hamburg, da bin ich natürlich wieder dabei :)

Bin immer noch ein wenig angeschlagen, aber was solls, nu gehts los zum Badminton und danach Irish Pub ;)
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Beitragvon Cavie » Freitag 20. Februar 2009, 22:28

vielen dank! hab deinen bericht sehr gern gelesen und nun irgendwie auch lust drauf die mal live zu sehen... wieviel kostet hamburg? :)
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Beitragvon sainthuck » Sonntag 22. Februar 2009, 16:48

keine ahnung. da das erst im oktober ist, rechne ich nicht damit, dass das auch nur ansatzweise schon fest ist, weder termin- noch preistechnisch.
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