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Nick Cave in der Presse

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Nick Cave in der Presse

Beitragvon Mila » Freitag 15. Februar 2013, 15:11

Klein Mila war heute in der großen Stadt und ist am Bahnhof in den Zeitungsladen. :lol:
Spex und Musik express haben ein mehreitiges INterview mit Nick und Musik express noch ein dreiseitiger Bericht.
Ich würde es ja scannen und hier irgendwie reinstellen, ist aber nicht erlaubt? Oder?
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Re: Nick Cave in der Presse

Beitragvon BlackBetty » Freitag 15. Februar 2013, 20:31

Da haben wir jetzt wohl die gleiche Lektüre ;-)
Haben ja auch schnieke Cover, die beiden Hefte.
Und selbst das Hamburger Abendblatt hatte heute ein Interview mit großem Foto drin...
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Re: Nick Cave in der Presse

Beitragvon DemonFlower » Freitag 15. Februar 2013, 21:15

Mila hat geschrieben:Klein Mila war heute in der großen Stadt und ist am Bahnhof in den Zeitungsladen. :lol:
Spex und Musik express haben ein mehreitiges INterview mit Nick und Musik express noch ein dreiseitiger Bericht.
Ich würde es ja scannen und hier irgendwie reinstellen, ist aber nicht erlaubt? Oder?


Besser nicht. Gibt bestimmt Ärger.
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Re: Nick Cave in der Presse

Beitragvon Mila » Samstag 16. Februar 2013, 11:38

Und heute eine dreiviertel Seite im Kulturteil des Backnanger Käseblatts. War ziemlich inhaltslos aber dass von Nicks "fiesem Bariton" die Rede ist, nehm ich übel.
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Re: Nick Cave in der Presse

Beitragvon Sam » Dienstag 19. Februar 2013, 22:10

Nick Cave & The Bad Seeds kommen mit ihrem grandiosen neuen Album in der Gegenwart von Higgs Boson und Miley Cyrus an.

Nick Cave & The Bad Seeds - "Push The Sky Away"
(Bad Seed Ltd./Rough Trade, bereits erschienen)

Wer das große Glück hatte, in der vergangenen Woche Zeuge zu sein, wie Nick Cave und die illuster zusammengestellen Bad Seeds (Ed Kuepper!) ihr neues Album im Berliner Admiralspalast in voller Länge aufführten, der bekam eine sehr plastische Vorstellung davon, welchen Weg der 55-jährige Sänger, Songwriter, Literat und Soundtrack-Komponist seit seinen fiebrigen Anfängen mit den Boys Next Door in Melbourne zurückgelegt hat: Im Anschluss an die streng zurückgenommen Songs von "Push The Sky Away" schickte Cave den bis dahin anwesenden Kinderchor mit sardonischem Lächeln von der Bühne: Ihr dürft jetzt nicht mehr mitmachen, aber "hört gut zu… und lernt!". Und dann lehnte sich die Band mit Brachialität in den Bad-Seeds-Klassiker "From Her To Eternity" und ließen einige andere disparate Hymnen aus vergangenen Zeiten folgen.

So mancher dachte ja, spätestens mit dem Weggang seines ältesten Weggefährten, Gitarrist Mick Harvey, hätte sich auch das Konzept Bad Seeds erledigt, einige hatten die Band bereits 2003 abgeschrieben, als Blixa Bargeld ausstieg. Doch "Push The Sky Away", das 15. Album von Nick Cave und den Bad Seeds, bedeutet nicht nur eine triumphale Rückkehr, sondern auch eine musikalische Erneuerung der Bad Seeds. Denn einen entscheidenden Part in der Sound-Gestaltung übernimmt nun ganz offenbar Caves Grinderman- und Soundtrack-Partner Warren Ellis (das ist der kleine Bärtige, der seine Violine so feinfühlig spielt, wie er rabiat die Gitarre bearbeitet). Ellis, ansonsten Chef der verstörend stimmungsvollen Instrumentalband Dirty Three und Australier wie Cave, ist ein Meister darin, mit seiner Musik ein unterschwelliges Unbehagen zu erschaffen, die Erwartung einer gewaltigen Eskalation zu schüren, die dann aber doch enervierend vorenthalten wird. Also eigentlich etwas, was den monströsen, lustvollen Entladungen der früheren Bad Seeds diametral entgegensteht. Das neue Album lässt sich in eine Reihe mit gemäßigteren Werken wie "The Boatman's Call" stellen, aber in Wahrheit liegen zwischen blutigen Mörderballaden wie "Stagger Lee", dem furiosen Abschluss des Berliner Konzerts, und der neuen, geisterhaften Single "We Know Who U R" Welten. Auch an einem Nick Cave geht das Alter eben nicht spurlos vorbei: Der aus Elvis, Bibel und Kriminalgeschichte katalysierte heilige Zorn weicht mehr und mehr einer immer noch gefährlichen, aber viel besinnlicheren, schamanischen Reflexion. Und den Stoff dafür googelte sich Cave dieses Mal aus Internetnachrichten zusammen.

So kommt es, dass im großen, fast achtminütigen Herzstück des Albums, dem "Higgs Boson Blues", ein Bogen von der christlichen Missionierung über die Erfindung des teuflischen Rock'n'Rolls durch Robert Johnson bis hin zum Tod des Pop-Sternchens Miley Cyrus geschlagen wird. Jene als "Hannah Montana" bekannt gewordene Sängerin, nach Avril Lavigne anscheinend die neueste Girlie-Obsession Caves, kommt gleich mehrmals in diesem Delirium einer Autofahrt nach Genf (wo das Higgs-Boson entdeckt wurde) vor. "Who cares what the future brings", fragt Cave, und endet mit der vielleicht sogar erleichterten Feststellung: "Can't remember anything at all." Vergangenheit und Zukunft gleichermaßen negiert - die Bad Seeds geben sich ganz im Jetzt verortet. So erklärt sich auch, dass die auf einem langsam anschwellenden "Hey Joe"-Riff basierende Hurenmord-Hymne "Jubilee Street", übrigens der einzige Song, der auf Gitarre aufbaut, von Cave noch einmal in beinahe gleicher Länge von "Finishing Jubilee Street" erklärt wird, einem Spoken-Word-Rant, der wie ein Artikel- oder Blog-Kommentar im Internet wirkt. Das Titelstück schließlich zeigt, wie alles vielleicht doch weitergehen könnte: indem man nie aufhört, "den Himmel beiseite zu schieben", um wieder, ja was zu sehen? Die Sterne? die Erlösung? Das Gesicht von Jesus? "Some people say it's just Rock'n'Roll/ Oh, but it gets you/ Right down to your soul." In der Mördergrube ist noch Licht. (9.0) Andreas Borcholte

Spiegel-Online, 19.02.2013

Ich kann mir nicht helfen, aber die Eindrücke/Einschätzungen/Kommentare bzw. Zitate/Wording könnten aus dem Sammelsurium von einigen Mitgliedern aus diesem Forum stammen :)
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Re: Nick Cave in der Presse

Beitragvon BlackBetty » Mittwoch 20. Februar 2013, 09:38

Sam hat geschrieben:Ich kann mir nicht helfen, aber die Eindrücke/Einschätzungen/Kommentare bzw. Zitate/Wording könnten aus dem Sammelsurium von einigen Mitgliedern aus diesem Forum stammen :)


:D Das Gefühl hatte ich beim Lesen auch. Ich finde, es ist eine sehr zutreffende und irgendwie respektvolle Plattenkritik.
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Re: Nick Cave in der Presse

Beitragvon BlackBetty » Freitag 22. Februar 2013, 19:19

Hier ist ein nostalgischer Artikel aus dem Rollingstone-Magazin von 1996:
http://www.rollingstone.de/fundstuecke/ ... oenig.html


Im aktuellen Heft ist ein frisches Interview:
"NICK CAVE: Gespräch unter Freunden
Henry Rollins und Nick Cave sind seit 30 Jahren befreundet. Für den ROLLING STONE trifft der Hardcore-Musiker den Bad Seeds-Chef zu einem Gespräch über Songs, Shows und Poesie"
Quelle: http://www.rollingstone.de/das-heft/aktuelle-ausgabe
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Re: Nick Cave in der Presse

Beitragvon BlackBetty » Montag 23. Dezember 2013, 14:04

...falls ihr es nicht ohnehin schon entdeckt habt - das aktuelle Rolling Stone Magazin ziert auf dem Cover kein anderer als Mr. Cave ...enthalten ist zudem ein leider viel zu kurzer, aber nicht uninteressanter Artikel zu und mit ihm.
http://www.rollingstone.de/news/article ... blick.html

Schon witzig, wenn man die älteren Cover-Fotos in gleicher Pose vergleicht...
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Re: Nick Cave in der Presse

Beitragvon BlackBetty » Mittwoch 15. Januar 2014, 08:37

http://www.mojo4music.com/10354/mojo-24 ... in-content

Das aktuelle Mojo-Magazin hat eine richtig lange und vielschichtige Coverstory über und mit Nick Cave and the Bad Seeds. Tolle Bilder, mal ein paar andere Interviewfragen und somit auch mal ein paar andere Antworten und durch die Tourbegleitung:
"Smart suits. No suntans. No smiling. Tom Doyle goes on the road, behind the curtain and into the past with the new, revitalised line-up of an unstoppable band."
gibt es auch ein paar aktuelle Anekdoten und Schilderungen drum herum.
Hätte diesen Artikel gern genüsslich auf deutsch gelesen - so war´s für mich ein bissel stichwortartig mit meinem Textverständnis... :?
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Re: Nick Cave in der Presse

Beitragvon liquiddecay » Donnerstag 16. Januar 2014, 09:18

Danke für die Info!
Ich wollte mir die Ausgabe zuerst nicht zulegen, hab's jetzt aber doch mal gemacht.
Den Rolling Stone Artikel/Interview habe ich gestern Abend gelesen, ich fand ihn ziemlich gut, insbesondere die Infos über zukünftige Soundtrack Arbeiten waren mir bislang nicht bekannt.
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